Entlang der Bahn

Das Räuberland zwischen Aulendorf und Pfullendorf bietet Natur und Ruhe, Geschichte und Geschichten, Sport und Spaß. Steigen Sie ein und kundschaften Sie mit der Räuberbahn eine Region mit räuberischer Vergangenheit aus!

Seitenblicke auf der Räuberbahn

Aulendorf

Los geht die Fahrt im großen Bahnknoten Aulendorf. Hier kreuzt sich die geschichtsträchtige Südbahn (Stuttgart – Ulm – Aulendorf – Friedrichshafen) mit der württembergischen Allgäubahn Hergatz – Aulendorf – Sigmaringen. Das Wahrzeichen von Aulendorf ist sein Schloss mit den gotischen Staffelgiebeln, das von weither sichtbar inmitten der Stadt steht: eine Schatztruhe voller spannender Geschichten!

Altshausen

Über die württembergische Allgäu-Zollern-Bahn (Aulendorf – Sigmaringen – Tübingen) geht es nach Altshausen: ein eisenbahntechnisches Kleinod mit seinem Keilbahnhof, einem mechanischen Stellwerk aus dem frühen 20. Jahrhundert und handgekurbelten Bahnschranken. Geschichtskundigen ist Altshausen eher dadurch ein Begriff, dass sein Schloss heute noch als Wohnsitz der herzöglichen Familie von Württemberg ist. Eine stolze Allee führt Sie direkt vom Bahnhof dorthin.

In Altshausen zweigt unsere Nebenbahn nach Pfullendorf ab, die einstmals sogar über Schwackenreute bis an den Bodensee führte. Um ein Haar wäre unsere Bahnstrecke, wie so viele Nebenbahnen, von der Landkarte verschwunden. Doch tatkräftige Kommunen und Eisenbahnexperten retteten das Gleis nach der Stillegung durch die DB im Jahr 2004: Unter kommunaler Regie wurde die Strecke Altshausen – Pfullendorf 2009 zu neuem Leben erweckt. Mehr dazu hier …

Hoßkirch und der Königseggsee

Durch Felder und Wälder, stetig ansteigend, geht es Richtung Westen. Nach etwa 9 Kilometern passieren wir dem idyllischen Hoßkircher Königseggsee mit seinem neu gestalteten Seebad und halten am neuen, gleichnamigen Bahnhalt. Weiter geht die Fahrt, vorbei am wunderschön restaurierten Bahnhofsgebäude von Hoßkirch-Königsegg (links), über freies Feld.

Ostrach / Burgweiler

Bald überqueren wir auf dem 15 m hohen Stahlviadukt die Ostrach, ehe der gleichnamige Ort erreicht wird. Nur wenig später kommt dann schon der nächste Bahnhof Burgweiler in Sicht.

Wenn Sie Ruhe und Entspannung suchen, dann steigen Sie in Ostrach oder Burgweiler aus, um das Pfrunger-Burgweiler Ried zu erkunden. Ein Besuch in dieser einzigartigen Moorlandschaft bedeutet Abschalten, Durchatmen, Kraft tanken! Lauschen Sie dem munteren Gezwitscher von rund 210 verschiedenen Vogelarten, während Sie den schmalen Pfaden folgen oder mit dem Fahrrad das Moor passieren. Der 38,5 m hohe Bannwaldturm macht die ganze Schönheit des Rieds von oben sichtbar und bietet eine fantastische Aussicht bis hin zu den Alpen: faszinizierend.

Pfullendorf

Nächster und letzter Halt: das mittelalterliche Städtchen Pfullendorf. Die ehemalige Reichsstadt beeindruckt durch die liebevoll restaurierte Altstadt mit einer Vielzahl denkmalgeschützter Fachwerkhäuser und Schätzen der Baukunst – nur wenige Schritte vom Bahnhaltepunkt entfernt und mit dem Audio-Guide toll zu entdecken. Für kleine Räuber gibt es den Zinkenpfad, um sich auf die Spuren der Räuber zu begeben und deren Zinken zu suchen. Sport und Action für die ganze Familie bietet in Pfullendorf der Seepark Linzgau. Mehr dazu hier…

In Pfullendorf endet unsere Bahnstrecke, aber Sie können natürlich weiterfahren: zum Beispiel mit dem Fahrrad nach Meßkirch, Sigmaringen und Überlingen; oder mit dem Bus:

  • alle zwei Stunden nach Meßkirch (Anschluss an die reaktivierte Biberbahn nach Radolfzell),
  • stündlich mit dem Regio-Bus 500 nach Überlingen am Bodensee bzw. nach Sigmaringen.