Fantastische Fahrgastzahlen zum Saisonabschluss – Förderverein Räuberbahn stellt sich neu auf.

Bei herrlichem Herbstwetter fand am 16. Oktober der letzte Betriebstag der Saison 2022 auf der Räuberbahn statt. Zahlreiche große und kleine Fahrgäste nutzten diese finale Gelegenheit zu einem Ausflug mit dem Zug in die Linzgaustadt Pfullendorf oder auch zu den vielen Freizeitattraktionen entlang der Strecke. Sehr zur Freude der Verantwortlichen, waren die Bahnsteige ausgesprochen gut bevölkert, was auch am Verkaufsoffenen Sonntag in Pfullendorf gelegen haben dürfte.

Mitgliederversammlung des Fördervereins

Am 15. Oktober trafen sich die Mitglieder des Fördervereins Räuberbahn e. V. zu ihrer ordentlichen Jahreshauptversammlung in den Räumen des Verkehrsverbunds bodo im Bahnhof Ravensburg. Da die Erste Vorsitzende leider verhindert war, wurden die Anwesenden von ihrem Stellvertreter Richard Gentner begrüßt. Er blickte zurück auf die vielen Hürden, die seit der Vereinsgründung gemeistert wurden und wusste von vielen Aktionen rund um die Räuberbahn zu berichten, wie z. B. den Krimiwochen, den äußerst beliebten Eselwanderungen oder von der „Musik im Zug“. Im Anschluss daran folgten Erläuterungen des Eisenbahnbetriebsleiters Frank von Meißner zum bisherigen Bahnbetrieb. Er gab auch Ausblick, was sich im nächsten Jahr und darüber hinaus an und auf der Strecke voraussichtlich tun wird oder irgendwann tun könnte, sowohl im Personen-, als auch im Güterverkehr. Neben der Beschleunigung der Fahrten durch eine bessere technische Ausstattung der Strecke lag einer seiner Schwerpunkte beim Bericht auf der bereits laufenden Ausbildung der ehrenamtlichen Lokführer für die Bürgerbahn. Nachdem die Grundausbildung bereits abgeschlossen wurde und die meisten Unklarheiten zum Fahrzeugeinsatz mittlerweile geklärt sind, hofft der Verein, im neuen Jahr die fachpraktische Ausbildung angehen zu können.

Den Bericht der Geschäftsstelle integrierte Bernd Mathieu, der Wirtschaftsförderer der Stadt Pfullendorf, in seinen eigenen Vortrag, da die Projektkoordinatorin Katharina Szász aus familiären Gründen nicht anwesend sein konnte. Es folgten die Vorträge des Kassenwartes und des Kassenprüfers Dieter Stohr, der Bernd Hasenfratz eine exzellente Kassenführung bescheinigte. Dieser gab darüber Auskunft, dass der Verein zukünftig viele Aufgaben, hauptsächlich im Marketingbereich, von den Gemeinden übernehmen wird, momentan aber dadurch für den Druck von Flyern, etc. noch eine Finanzlücke von ca. 10.000 Euro klafft, für die noch Mittel eingeworben werden müssen.

Die anschließende Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig, ebenso die Satzungsänderung. Diese war nötig geworden, da das Amtsgericht erneut Anpassungen für eine Anerkennung der Gemeinnützigkeit forderte.

Neuwahlen der Vorstandschaft

Zudem stellten sich die beiden Vorsitzenden nicht erneut zur Wahl, sodass diese Posten neu zu besetzen waren. Damit die Arbeitsbelastung zukünftig besser verteilt werden kann, wurde auf Wunsch der neuen Kandidaten die Vereinsspitze in ein Führungstrio umgebaut, welches auch sogleich einstimmig gewählt wurde. Wir bedanken uns herzlich bei Julia Freyda, Felix Kieferle und Matthias Boden für die Übernahme des Amts. Sehr erfreulich für den neuen Vorstand ist auch die Ankündigung von Richard Gentner, dem Verein weiterhin treu zu bleiben und sich sogar für Arbeitssicherheit, speziell im Bereich Eisenbahn, weiterzubilden.

Die neue Vorstandschaft des Förderverein Räuberbahn e. V.: Kassenwart Bernd Hasenfratz (l.), die gleichberechtigten Vorsitzenden Matthias Boden (2.v.l.), Julia Freyda (3.v.l.) und Felix Kieferle (2.v.r.) sowie Frank von Meißner (3.v.r.) und Bernd Mathieu (r.) am Bahnhof in Ravensburg

An die Hauptversammlung schloss sich ein öffentlicher Vortrag des Heimathistorikers Gerhard Fetscher an, der allerhand zur Entwicklung der Bahnen in Oberschwaben und auch den recht zahlreichen geplanten (aber nie gebauten) Strecken erzählen konnte. Viele Bürger lernten dadurch „Ihre“ Bahn von einer ganz neuen Seite kennen.

 
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