Bürgerbahn

Ein Projekt von Bürgern für Bürger

Organisiert in einem demnächst zu gründenden Verein, mit professioneller Unterstützung durch die Projektkoordinatorin und die Pfullendorfer Eisenbahnbetriebsleitung, bringen ehrenamtlich engagierte Frauen wie Männer den ganzjährigen Freizeitverkehr zwischen Pfullendorf und Altshausen ins Rollen. Sie stellen im Winterhalbjahr die eigens geschulten Triebwagenführer, im Sommerhalbjahr die Erlebniszugbegleiter und entwickeln als Pioniere die bürgerschaftlich getragene Eisenbahn mit Herzblut, Ideen und Gemeinschaftsgeist weiter.

Denn kaum ein Hobby bietet so vielfältige ehrenamtliche Betätigungsmöglichkeiten wie ein „kleiner“ Eisenbahnbetrieb„, sagt Torben Kluwe. Und der muss es wissen, arbeitet er bereits seit seinem 13. Lebensjahr ehrenamtlich für die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde e.V.: erst als Junge für alles, dann als Schaffner und heute als Lokführer. Das könnte auch Ihnen passieren!

Erlebniszugbegleiter: Heimatexperten mit Freude an Begegnungen

Schaffner war gestern. Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter von heute können mehr als nur Fahrkarten abknipsen. Vor allem im Ehrenamt auf einer touristisch genutzten Bahnlinie sind sie eher Reiseführer als Fahrscheinkontrolleur.

Die Räuberbahn verkehrt im Ausflugs-Personenverkehr zwischen Mai und Oktober an den Wochenenden und Feiertagen zwischen Pfullendorf, Ostrach und Altshausen und bringt Besuchern die Regionen Linzgau und Oberschwaben mit ihrer vielfältigen Geschichte und Naturlandschaft näher. Ab Mai 2022 lenken während der Sommermonate eigens geschulte Erlebniszugbegleiter den Blick der Reisenden auf die Landschaft mit ihren wechselnden Besonderheiten.

Als Tourismus- und Serviceexperten kontrollieren sie nicht nur die Fahrkarten der Reisenden, sondern weisen auf Sehenswertes und Interessantes an der Strecke hin: Städte, Dörfer, Schlösser, Burgen genauso wie Museen, Feste, Konzerte, Events oder historische Persönlichkeiten. Darüber hinaus vermitteln sie Wissenswertes zur Bahn und Bahngeschichte oder geben Auskunft zu weiterführenden Bahnverbindungen, Serviceeinrichtungen, Wanderwegen oder Gasthäusern.

Wer Lust hat, anderen Menschen seine Heimat zu zeigen und dabei selber immer wieder Neues zu entdecken, wer Freude am Kontakt mit Menschen und am „kleinen Schwätzle“ nebenbei hat, der ist als Erlebniszugbegleiter an der richtigen Stelle. Das Gespräch mit ihm wird Besuchern der Region stärker in Erinnerung bleiben als das Lesen im Reiseführer. Eine bessere Werbung für Räuberbahn und Region könnte es kaum geben.

Interessierte am Ehrenamt der Erlebniszugbegleiterin, des Erlebniszugbegleiters haben bereits ab Mai 2021 die Möglichkeit, in der Räuberbahn zu hospitieren.

Triebwagenführer im Winter: zugkräftiges Ehrenamt

Einen echten Zug durch die Lande zu lenken, ist der Kindheitstraum zahlreicher Jungen und Mädchen. Jetzt lässt er sich erfüllen. Die Räuberbahn eröffnet Frauen wie Männern bei medizinischer Eignung gleichermaßen, sich in einer berufsbegleitende Ausbildung zu ehrenamtlichen Triebwagenführern für die Nebenstrecke ausbilden zu lassen. Vermittelt werden Theorie und Fahrpraxis – während der Ausbildung auch auf anderen Strecken als der Räuberbahn.

So geschult, lässt sich an den Winterwochenenden zwischen Pfullendorf und Altshausen Eisenbahnromantik am eigenen Leibe erfahren. Lokführer sehen die Welt und ihre Heimat aus einer ganz neuen Perspektive. Sie erlernen nicht nur den Umgang mit einem Dieseltriebwagen und den Besonderheiten des Schienenverkehrs. Sie treffen im Zug neue Menschen und im Verein Gleichgesinnte: Eisenbahnbegeisterte, die Teil der ersten ganzjährig verkehrenden Bürgerbahn in ehrenamtlicher Hand sind.

Im Hintergrund die Bahn aufgleisen: Organisation, Marketing und mehr

Damit die Räuberbahn gut läuft, brauchen wir aber auch viele helfende Hände im Hintergrund. Zum Beispiel, um den Verein zu verwalten, um neue touristische Angebote zusammen mit externen Partnern zu schnüren, um beim Marketing zu helfen, um Sponsoren zu werben. Auch für diese und weitere Aufgaben suchen wir Sie!

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